Neben 58 Flugbegleitern
von Emirates, die symbolisch die Zahl der bislang
von Emirates bestellten A380-Jets repräsentierten,
nahmen nationale und internationale Medienvertreter,
VIPs und weitere Gäste an den Feierlichkeiten
teil. Seine Hoheit Sheikh Ahmed bin Saeed Al-Maktoum
betonte, dass Emirates zwar nicht als erste Fluggesellschaft
den Airbus A380 erhalte, jedoch vor acht Jahren
als erstes das richtungweisende Flugzeug bestellt
hat. Im Juli 2000 hatte Emirates als erste Fluggesellschaft
eine Vertragsvereinbarung unterzeichnet und eine
Anzahlung auf das weltweit größte kommerzielle
Flugzeug geleistet. Die Bestellung umfasste damals
sieben A380-Jets sowie eine Option auf fünf
weitere Exemplare und hatte ein Gesamtvolumen
in Höhe von 1,5 Milliarden US-Dollar. Bis
heute hat die vielfach ausgezeichnete Airline
insgesamt 58 A380 fest bestellt.
"Wir haben unser
klares Bekenntnis zur A380 immer aufrecht erhalten",
stellte Seine Hoheit Sheikh Ahmed fest. "Unsere
Investition in dieses Flugzeug überschreitet
inklusive der Triebwerke und der Kabinenausstattung
32 Milliarden US-Dollar, davon wurden alleine
12 Milliarden US-Dollar in Deutschland ausgegeben.
Wir gratulieren Airbus, ein Flugzeug gemäß
dem Slogan "greener, cleaner, quieter, smarter"
konstruiert zu haben."
Bei der Übergabe
der A380 an Seine Hoheit Sheikh Ahmed betonte
Tom Enders die Schlüsselrolle von Emirates
bei der Entwicklung und Auslieferung des neuen
Flugzeugtyps: "Wir schätzen das Vertrauen,
dass Emirates gegenüber Airbus demonstriert
hat", so Enders.
Die A380-Jets von Emirates
sind mit Engine Alliance GP7200 Triebwerken ausgerüstet,
die im Vergleich zu anderen Antriebssystemen jährlich
weitere 500.000 Liter Kerosin pro Flugzeug einsparen.
Engine Alliance Repräsentant
Brian Hughes betonte die Umweltverträglichkeit
der GP7200 Triebwerke. "Die Gründungsväter
der A380 berücksichtigten den Wunsch der
Öffentlichkeit nach ruhigeren Flughäfen,
weniger Emissionen und einem freieren Luftraum.
Stärker als jede andere Airline der Welt
hat Emirates diese Visionen mitgetragen."
Die von Emirates eingesetzten
A380 werden lediglich 3,1 Liter Treibstoff auf
100 Passagierkilometer verbrauchen. Weniger als
das Hybridfahrzeug "Prius" von Toyota,
das 4,4 Liter auf 100 Kilometer benötigt.
Die A380 wird zudem sämtlichen "Phase
Drei" und geplanten "Phase Vier"
Lärmpegelstandards der EU gerecht.
Nach der Zeremonie stellten
Seine Hoheit Sheikh Ahmed bin Saeed Al-Maktoum
und Tim Clark, President Emirates Airline, das
mit Spannung erwartete Kabinendesign der drei
Klassen vor: die First Class mit 14 Suiten, die
Business Class mit 76 Sitzen und die Economy Class
mit 399 Sitzplätzen.
Emirates hat viel in die
Innenausstattung investiert, um die A380 zum komfortabelsten
Flugzeug überhaupt zu machen. Das Kronjuwel
des neuen Flugzeuges ist ein Dusch Spa in der
First Class, bestehend aus zwei vollständig
ausgestatteten Bädern inklusive Duschkabinen.
Emirates hat zugleich
ihre Business Class Lounge im Oberdeck vorgestellt,
die von Passagieren der First- und Business Class
genutzt werden kann. Die Lounge wurde im Stile
eines "Executive Club" gestaltet. Ein
weiterer Aufenthaltsbereich und eine Bar für
First Class Fluggäste befinden sich im vorderen
Teil des Flugzeuges auf dem oberen Deck.
Auch in der Economy Class
Kabine werden Fluggäste deutliche Veränderungen
bemerken. Am auffälligsten sind die geraden
Wände, die den Eindruck von mehr Platz erwecken.
Dieses Merkmal sowie das verbesserte Beleuchtungssystem
und ein deutlich ruhigeres Kabinenumfeld ermöglichen
einen entspannten Schlaf und verringern den Jet-Lag.
Die Emirates Kabinenbesatzung
der A380 wurde am neuen Crew Training College
in Dubai intensiv geschult. Erstmals hat Emirates
"Cabin Service Assistants" trainiert,
die für die Dusch Spas verantwortlich sind
und sie stets in einem tadellosen Zustand halten.
Mit der Auslieferung der
ersten A380 an Emirates vergrößert
sich die Flotte der Airline auf 118 Flugzeuge,
darunter 108 Passagier- und zehn Frachtflugzeuge.
Emirates erwartet fünf
Superjumbos im laufenden Finanzjahr, das am 31.
März 2009 endet. Die übrigen 53 Flugzeuge
vom Typ A380 werden bis Juni 2013 ausgeliefert.
Die ersten fünf Langstreckenflugzeuge mit
jeweils 489 Sitzplatzen werden auf stark nachgefragten
Strecken eingesetzt. Hierzu zählen New York,
London Heathrow (ab 1. Dezember 2008) sowie Sydney
und Auckland (ab 1. Februar 2009).
Emirates hat zwei weitere
Versionen des Jets bestellt, eine Drei-Klassen-Konfiguration
mit 517 Sitzplätzen für die Mittelstrecke
sowie eine Zwei-Klassen-Konfiguration mit 604
Sitzen ebenfalls für die Mittelstrecke.
Auf seinem ersten kommerziellen
Flug startet der Emirates Airbus A380 um 11 Uhr
Ortszeit in Dubai nach New York zum John F. Kennedy
International Airport. Die Landung in New York
ist um 17 Uhr lokal geplant. Der Flug ist bereits
komplett ausgebucht und wird zwischen 12,5 und
13 Stunden dauern. Eine Boeing 777, die ebenfalls
auf der Strecke eingesetzt wird, benötigt
für die gleiche Strecke 14 Stunden. Meldung
von: Emirates Airline